Wandern im Elbsandsteingebirge


Keine Lust auf Borkenkäfer-Wald?

Zusätzliche Wanderempfehlungen außerhalb des Nationalparks Sächsische Schweiz:

Aufgrund der durch Totholz gefährdeten Wanderwege bzw. unpassierbaren Wege im Hinteren Nationalpark habe ich einige Wandervorschläge außerhalb des Nationalparks Sächsische Schweiz, auf der linkselbigen Seite des Elbsandsteingebirges, für Euch zusammengestellt. Es sind für Kinder gut geeignete Wanderungen, die ich im Blog veröffentliche:

 

Auf den Katzstein bei Cunnersdorf

Über die Zschirnsteine bei Kleingießhübel

Am Lampertsstein bei Bielatal-Reichstein

 

sowie im Böhmischen:

Zur Felsenburg Falkenstejn und auf den Treppenstein - Jetřichovice, Böhmische Schweiz

 

Tipp: Gut geplant können Streckenwanderungen zum Erlebnis für die ganze Familie werden:

Mit Bus und Bahn im Elbsandsteingebirge

 


Unpassierbare Wege im Nationalpark Sächsische Schweiz

Wanderweg im Großen Zschand durch umgebrochene Bäume unpassierbar.
Wanderweg im Großen Zschand - derzeit unpassierbar und kreuzgefährlich

Bad Schandau / Sebnitz/ Hinterhermsdorf, April 2021, aktualisiert 24.10.21:

In der Hinteren Sächsische Schweiz, insbesondere auf dem Gebiet des Nationalparks, liegen vielerorts tote Fichten auf den Wegen und erschweren das Vorwärtskommen oder machen die Wanderwege und Bergpfade sogar gänzlich unpassierbar. Überall stehen morsche, abgestorbene Fichten, die in nächster Zeit umfallen oder zusammenbrechen werden. Über den Wegen hängen angebrochene Fichten, die jederzeit weiter herunterbrechen können.

Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz rät von Wanderungen in diesem Gebiet ab. Die Gefahr durch spontan umstürzende Bäume, insbesondere in der Hinteren Sächsischen Schweiz, ist akut! Besonders bei stürmischem Wetter. Jeder, der diese Wege begeht, begibt sich in Lebensgefahr.

Der Nationalpark informiert auf seiner Webseite relativ aktuell über gesperrte und unpassierbare Wanderwege.

Prominentes Beispiel: Der Reitsteig im nebenstehenden Foto ist ein Wanderweg im Großen Zschand. Er war als einer der Ersten großflächig betroffen und ist aktuell im wahrsten Sinne "unpassierbar".

 

Einige Touren meiner Wanderführer sind nun leider von der derzeitigen Situation ebenfalls betroffen und können bzw. sollten derzeit nicht in der beschriebenen Weise gewandert werden. Bitte informiert Euch vor Tourbeginn über die aktuelle Lage!

 

- Wegesituation nach Sturm wieder verschärfte (Liste unpassierbarer Wege vom 24.10.21)

- Die Lage in der Böhmischen Schweiz (Liste gesperrter Wege, Wegverlegungen, Umleitungen 5.11.21)

- Aktuelle Informationen der Nationalparkverwaltung zu unpassierbaren Wegen.

 

Die Liste der betroffenen Wege und Waldgebiete wird täglich länger und betrifft im Prinzip aktuell das ganze Gebiet zwischen dem Affensteinriff, dem Großen Winterberg bis zur Oberen Schleuse bei Hinterhermsdorf, also Kleiner und Großer Zschand, Pohlshorn, Winterstein, Bärfangwände, Goldsteig, Königsweg... Auch im Schmilkaer Kessel wird die Lage immer bedenklicher. Vor Ort warnen Schilder vor unpassierbaren Wegen und Gefahren durch Totholz in Form von stehenden, abgestorbenen Bäumen sowie herabfallenden Ästen. Oft ist die Gefahr nicht auf den Blick ersichtlich oder besteht nur in einigen Abschnitten der Wanderung. Teilweise sind die Wege freigeschnitten - die Gefahrenlage bleibt aber trotz der wiederhergestellten Begehbarkeit... Insbesondere bei windigem Wetter sollte man unbedingt vermeiden, in diesen Gebieten unterwegs zu sein.

 

Der erste Herbststurm hat die Lage wieder verschärft, nachdem die Nationalparkverwaltung im Sommer einige Wanderwege freigeschnitten hatte. Die Nationalparkverwaltung teilt mit, "...das es nun einige Zeit dauern wird, bis Wege wieder frei sind. Das Freischneiden der Wege folgt dem Prinzip der Prioritäten: erst die öffentlichen Straßen und Gebäude, dann die Rettungswege und dann die Wanderwege." (PM NPV vom 25.10.21)

Mittlerweile sind alle Rettungswege wieder frei und die allgemeine Sperrung des Nationalparkgebietes aufgehoben. (1.11.21)

 

Wie geht es weiter in Sachsen?

Das Referat Besucherlenkung der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz informierte mich darüber hinaus, dass die weiteren Planungen zum vorsorglichen Freischneiden und ein GIS-gestütztes Wegemonitoring auf Hochtouren laufen. Freischneide- und Verkehrssicherungsmaßnahmen sind derzeit voll im Gange. Durch die Möglichkeit, den einzigen Spezial-Schreitbagger-Harvester Deutschlands nutzen zu können, werde man einige schwierige Wanderwegpassagen bereits jetzt vorsorglich bearbeiten können. Weitere umfangreiche Befreiungsanträge  zur  Durchführung  vorsorglicher Maßnahmen entlang weiterer Wanderwege sind letzte Woche bei der Landesdirektion Sachsen zur Prüfung und Genehmigung eingereicht worden. Ich durfte in einen Teil dieser Arbeit Einblick nehmen und muss sagen, als Außenstehender kann man sich kaum vorstellen, welchen Umfang die Genehmigungsverfahren haben! Großes Lob an die Nationalparkverwaltung! Auch das muss einmal gesagt sein! (5.11.21)

 

Die Lage der Wanderwege im Frühjahr und Sommer 2021

Auf vielen Wanderwegen in der Hinteren Sächsischen Schweiz besteht ein großes Risiko durch abgestorbene Fichten.
Der Rabensteinweg ist laut Nationalparkverwaltung wieder freigeschnitten (3.5.21). Die Gefahr durch Baumbruch in dieser Wanderregion bleibt! (Foto © Franziska Rößner)

Wanderfreunde und Kletterer berichten seit dem Frühjahr 2021 über immer mehr betroffene Wegabschnitte. Viele davon sind auf der vereinfachten Wanderwege-Karte des Nationalparks gar nicht dargestellt, denn darin findet man nur die wesentlichen Hauptwanderrouten. Auch wenn die Nationalpark versucht, einzelne Hauptwanderwege wie den Roßsteig noch einigermaßen freizuhalten, ist vor allem weniger Ortskundigen zu empfehlen, diese Waldgebiete zu meiden. Wer bisher lieber spannende Wege im Gelände wanderte, wie die abenteuerlicheren Bergpfade oder Kletterzugänge, findet dazu leider keine offiziellen Informationen. In Fichten-Totholz-Bereichen ist auf solchen Pfaden schon jetzt kaum mehr ein Durchkommen möglich. Von den Gefahren mal ganz abgesehen. Man sieht auf dem Foto des Rabensteinwegs im Kirnitzschtal, wie die morschen Stämme einfach abgebrochen sind...

Dort wo die toten Fichten jetzt noch fröhlich in den Himmel ragen, ist es nur eine Frage der Zeit, dass sie ebenfalls zusammenbrechen. Vermutlich wird es auf eine Sicht der nächsten ein bis drei Jahre extrem gefährlich bleiben und im Laufe des Jahres 2021 werden viele Wanderwege und Bergpfade in Teilen nicht mehr begehbar sein.

Grundsätzlich gilt dies ebenfalls für Wanderungen in der Böhmischen Schweiz!! Insgesamt ist sehr wahrscheinlich, dass dieses Problem noch in den nächsten Jahren akut bleiben wird und sich auch auf weitere Wandergebiete ausweiten wird. Deshalb ist auch der Sächsische Bergsteigerbund aktiv geworden und fordert ein schnelles, unbürokratisches Handeln.

- Informationen des Sächsischen Bergsteigerbundes

 

Baumstürze in der Hinteren Sächsischen Schweiz gefährden offizielle Wanderwege.
Foto, Februar 2021: Auf dem beliebten Hauptwanderweg unweit der Oberen Schleuse im Kirnitzschtal - so lieber nicht! (© Franziska Rößner)

Doch wie ist es dazu gekommen? Drei Jahre Dürre und Borkenkäferinvasion haben besonders im  Nationalpark für eine beschleunigte Dynamik der natürlichen Entwicklung gesorgt. Die Fichten, die dort großflächig wuchsen, sind nun fast vollständig abgestorben und brechen immer mehr um. Pilze zersetzen bereits das Holz der noch stehenden Baumskelette, so dass diese später einfach in sich zusammenbrechen. Im Nationalpark ist solch eine Entwicklung ein natürlicher Prozess, der hier ungesteuert ablaufen darf und soll. Auch wenn die Ursachen weniger natürlichen Ursprungs sind (frühere Forstwirtschaft, heutiger Klimawandel). Es ist Ziel eines Nationalparks, der Natur Raum und Zeit für eine ungestörte Entwicklung zu geben. Der junge Wald steht bereits in den Startlöchern. Neue Lebensräume entstehen.

 

 

Wald im Nationalpark Hintere Sächsiche Schweiz, wo sich gerade eine neue Wildnis entwickelt.
Foto: Nationalpark Hintere Sächsiche Schweiz. Eine neue Wildnis entsteht. (© Franziska Rößner, Frühjahr 2021)

Zahlreiche Arten siedeln sich vermehrt an, neue Lebensgemeinschaften bilden sich. Der Wald wird lichter, abwechslungsreicher und ein Stück mehr „wilder“. Mit Sicherheit ist die derzeitige Unbegehbarkeit zugleich eine große Chance für die Tier- und Pflanzenwelt, sich weitgehend ungestört von Besuchern zu entwickeln. Aktuell beginnt wieder die Brutsaison unserer bunten Vogelwelt. Wanderfalke, Schwarzstörche und Uhu wissen die uns Menschen von der Naturgewalt auferlegte Ruhe ebenfalls zu schätzen.

Von März bis Ende August ist in vielen Gebieten Vogelschonzeit. Die Nationalparkverwaltung muss ihrem Schutzauftrag gerecht werden und kann erst danach in sensibleren Waldbereichen beginnen, einzelne Wegachsen wieder begehbar zu machen. Viele Wanderfreunde haben Bedenken, dass weitere Wanderwege angesichts des großflächigen Borkenkäferbefalls unpassierbar werden, auf Jahre unbegangen und mit Totholz beladen, in naher Zukunft zuwachsen und dann nicht wieder geöffnet werden könnten.

 

Kritik an Nationalpark und Umweltministerium

Die Nationalparkverwaltung konzentriert sich auf die Wegesicherung von Straßen und Rettungswegen. Für das langfristige Begehbarhalten von Wanderwege liegt derzeit kein wirkliches Konzept vor. Kritiker werfen der Nationalparkverwaltung Untätigkeit vor. Mit dem Hinweis auf den Arten- und Prozessschutz und langwierige, umfangreiche Genehmigungsverfahren für flächige Eingriffe (Freischneiden von Wegen auf eine Breite von ca. 30-50 m = potentielle Gefahrenzone) hat die Verwaltung bisher kaum vorsorgliche Maßnahmen ergriffen, eine Gefahrenabwehr an den Wanderwegen zu betreiben, obwohl bereits im Frühjahr 2017 aus dem Borkenkäfer-Monitoring mit gigantisch angestiegenen Zahlen klar war, dass es zu einem großflächigen Fichtensterben in der Region kommen wird.

 

November 2021 - Im Nationalpark wird an der Verkehrssicherung gearbeitet

Deshalb kommt es örtlich zu tage- und wochenweisen Sperrungen von Wegen. Beachtet das bei eurer Planung der Herbst- und Winterwanderungen!

 

September 2021 - Ein wenig Licht am Behörden-Horizont

Nach anhaltendem Engagement des Bergsteigerbundes hat die Nationalparkverwaltung geprüft, welche Wanderwege naturschutzfachlich unbedenklich auch rechts und links des Weges auf breiterer Front freigeschnitten werden könnten, um eine Baumsturzgefahr bis auf den Wanderweg zu minimieren. Ein Mitarbeiter kümmert sich um das laufende Monitoring der Wanderwege. Ein Test einer speziellen Forstmaschine für unwegsames, schwieriges Gelände ist erfolgreich verlaufen und die Durchlässigkeit einiger Wanderwegachsen konnte wieder hergestellt werden. Die Gefahr durch die toten Bäume bleibt dort aber weiterhin bestehen und hat sich über den Sommer sogar erhöht. Gefahren lauern nun auch im Rathener Gebiet und rund um die Schrammsteine. Der Borkenkäferbefall hat sich ebenfalls weiter fortgesetzt (zu sehen z.B. unterhalb der Hohen Liebe, im unteren Teil des Schießgrunds,...)

 

 

10.6.21 - Besuch des Ministerpräsidenten Sachsens 

Nach einem "Brandbrief" verschiedenster regionaler Interessengruppen an den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer besuchte dieser den Heringsgrund im Schmilkaer Gebiet, wo in naher Zukunft ähnliche Zustände wie im Zschand erwartet werden..Gemeinsam mit Landrat, Bürgermeistern, Kreisbrandmeister, Vertretern von Tourismusverband Sächsische Schweiz und Landesdirektion sowie Dr. Ulrich Voigt (heute 87 Jahre alt, absoluter Kenner des Elbsandsteingebirges und Ehrenvorsitzender des Sächsischen Bergsteigerbunds) machte MP Michael Kretschmer sich kurzfristig selbst ein Bild von der Lage. Er war überrascht vom Ausmaß und versprach in der anschließenden Besprechung mit allen anwesenden Beteiligten, dass der Freistaat alle notwendigen Ressourcen bereitstellen wird. Ab September sollen dann auch weitere Wanderwege vorsorglich freigesägt werden. Ein kleiner Hoffnungsschimmer...

 

Hoffen wir auf eine zeitnahe Lösung des Konflikts zwischen Nationalpark und Tourismus im Sinne von: "Nationalpark auch für uns Menschen!" -  solange dürfen wir also gespannt sein und vorerst auf die vordere Sächsische Schweiz und die linkselbigen Gebiete mit den Tafelbergen ausweichen, wo die Gefahrenlage durch Totholz geringer ist.

 

Auch auf dem Malerweg gibt es Einschränkungen

10.8.21: Derzeit ist der Malerweg durchgängig begehbar. Auch wieder der Bereich am Großen Pohlshorn. Aber die Gefahrenlage ist und bleibt extrem hoch, weil jederzeit Bäume umbrechen können.

 

15.6.21: Pünktlich vor Beginn der Sommerferien und dem Ende des coronabedingten Beherbergungsverbots wurden einige Wandertrassen wieder freigeschnitten. Aktuell ist der Malerweg wieder überwiegend begehbar, einzig der Abschnitt vom Großen Pohlshorn hinunter ins Kirnitzschtal (genauer: vom Oberen Hirschewaldweg - Abstieg ins Kirnitzschtal ) ist mit Bäumen stark verlegt und somit äußerst heikel. Die Gefahr ist hier so groß, dass die Nationalparkverwaltung ihre Forstarbeiter nicht in diesen Waldbereich schicken darf, um das Baummikado zu beseitigen.

 

16.4.21: Die Passage Neumannmühle/Buschmühle - Arnstein - Kleinstein - Großes Pohlshorn - Zeughaus wurde von der Nationalparkverwaltung als derzeit unpassierbar gemeldet! Größere Gefahren bestehen vor allem zwischen Arnstein und Kleinstein sowie im Abschnitt Großes Pohlshorn-Kirnitzschtal-Dreisteigensteig-Flügel E/Abzweig Teichstein. Diesen Abschnitt könnte man abkürzen:  Dazu folgt man der grünen Markierung von der Felsenmühle bzw. dem Abzweig Ferkelschlüchte Richtung Winterberg durch den Kleinen Zschand, an der Kreuzung Zeughausstraße gehen wir links Richtung Zeughaus. (ca. 45min) Auf der Zeughausstraße hat man sehr schöne Ausblicke zu Lorenzstein, Kanstein, Teichstein, Raumberg, die Bärfangwände mit dem "Raubschloss" davor und zu den Affensteinen.

Die Problematik wird derzeit in der AG Wanderwege des Umweltministeriums intensiv diskutiert. Eine schnelle Lösung wurde auf den zwei (!) Sitzungen im April 2021 dringendst eingefordert.

 


Gesperrte und unpassierbare Wanderwege im Böhmischen

Auch in der Böhmischen Schweiz gibt es vorübergehende Sperrungen von Wanderrouten, besonders in der Umgebung von Černá brána und Brtnický hrádek.

Aufgrund des beschriebenen hohen Risikos sperrt die Nationalparkverwaltung der Böhmischen Schweiz vorübergehend den blau markierten Wanderweg zum Schwarzen Tor (Černá brána) zwischen Hadí pramen und Panenská-Jedla und den grün markierten Wanderweg zur Zeidlerburg (Brtnický hrádek) zwischen der Kreuzung Písečná brána und dem Tal des Vlčí potok. Ebenfalls Vorsicht ist geboten beim Weiterweg zum Wolfsberg durch das unmarkierte Tal des Kleinen Wolfsbaches (Malý Vlčí potok)! (Stand 2.4.21, Oktober 2021)

Auch der rote Wanderweg von Mezní Louka nach Malá Pravčická brána über den Rauschenberg wurde wegen Windbruch gesperrt. Auch der Zugang zur Felsenburg Šaunštejn ist gefährdet. (Stand 1.2.21)

 

Mehr dazu im aktuellen Blogbeitrag zu den Wanderwegen in der Böhmischen Schweiz (Stand 5.11.2021)

 


Felsenburg Šaunštejn - Steiganlage wird erneuert

Ein Teil des Burgfelsens Schauenstein in Böhmen ist derzeit gesperrt und wird saniert.
Foto: dieser Teil des Burgfelsens ist derzeit offiziell gesperrt, soll aber noch im Jahr 2021 umfassend saniert werden.

Vysoká Lípa / Hohenleipa, Sommer 2020: Die böhmische Nationalparkverwaltung informiert, dass aufgrund der Baufälligkeit einiger Metallbrücken auf der Spitze der Felsenburg Šaunštejn zur Zeit nur der nördliche Teil des Felsens für Besucher zugänglich ist.  Die Verwaltung des Nationalparks rechnet mit einer Reparatur in den Jahren 2021 - 2022. Nach aktuellen Medienberichten soll die Steiganlage und Plattform in 2021 umfassend erneuert werden.

 

Von der Ende des 14. Jahrhunderts zum Schutz der Alten Böhmerstraße erbauten Burganlage sind heute noch Fundamente der hölzernen Aufbauten, ausgemeißelte Räume, eine große Zisterne sowie mehrere Felseinmeiselungen erhalten. Der derzeit zugängliche Nordteil des Gipfels in dieser Hinsicht besonders interessant. Der luftige Aufstieg lohnt sich also trotz des Hinweises! Die Aussicht ist Klasse und reicht vom Kaltenberg, über Rosenberg, Hoher Schneeberg bis ins Osterzgebirge. Ein wenig Vorsicht ist bereits im Aufstieg über die steilen Leitern angebracht! Wer den rustikalen Charme nochmal geniessen will, sollte die nächste Gelegenheit nutzen, bevor die neuen Stahlkonstruktionen a la Falkenstejn angebracht werden....

 


Wanderung mit Kindern - Felsenburg Falkenstejn in Dittersbach

Tipp: Felsenburg Falkenštejn

Stahlkonstruktionen auf der Felsenburg Falkenstejn verändern das Antlitz des Sandsteinfelsen hin zu einem Freilichtmuseum.
Auf der Felsenburg Falkenstejn: Bis vor ein paar Jahren war dieser Felsen nur durch Felsklettern zu besteigen. Heute gleicht der Fels eher einem Freilichtmuseum.

Jetřichovice / Dittersbach: Die Felsenburg Falkenštejn, einst eine mittelalterliche Burgwarte. Heute sind davon nur noch wenige Reste erhalten, an denen man jedoch gut den Aufbau der Burganlage nachvollziehen kann. Erhalten sind zahlreiche Balkenlager, ein großer ausgemeißelter Raum und in den Stein gehauene Treppen und Stufen sowie ein recht bemerkenswerter Brunnen. In einem Felsspalt versteckt gelegen, wurde er vermutlich circa 25 Meter tief in den Sandstein hineingetrieben.

Vor wenigen Jahren noch war der Felsen abenteuerliches Ziel kletterfreudiger Menschen. Heute "ziert" ein übermäßiger, stählerner Rundgang das Gipfelplateau und erschließt den geschichtsträchtigen Platz für die Allgemeinheit. Schade, um die historischen Details, die nun unter den Eisengitterplatten nur noch schwer zu erkennen sind...

Trotzdem unbedingt einen Ausflug wert!!

Zur Felsenburg Falkenstejn und auf den Treppenstein

 

 


Zwei historische Jagdhütten im Nationalpark abgebrannt

Die beiden historischen Blockhäuser im Nationalpark Böhmische Schweiz, Na Tokani / Balzhütten, sind im Jahre 2020 abgebrannt.
Die historischen Balzhütten (Na Tokani) wie sie viele Jahre Wanderer zur Rast einluden. (© Kaj Kinzel)

Jetřichovice / Dittersbach, Mai 2020:

"Balzhütten (Na Tokani)"

Von Fürst Kinsky einst als Jagdhütten errichtet, waren die beiden großen Blockhäuser im Schweizerstil für viele Jahre beliebtes Wanderziel inmitten des böhmischen Nationalparks. Die als Kulturdenkmal geschützten Häuser gehörten zu einem Ensemble von sechs Blockhäusern. Ein Übergeifen der Flammen konnte verhindert werden, so dass die anderen Gebäude erhalten blieben und sogar zur Zeit wieder ein Imbissbetrieb im ehemaligen "Fürstenhaus" möglich ist. Es befindet sich ganz in der Nähe, am Ende der Zufahrtsstraße, 200 m weiter südwestlich.

 

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